Fürsprecher

Personen aus der Stadt-, Landes- und Bundespolitik befürworten die Initiative Bürgerpost Laupheim.

Rainer Kapellen

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

früher pulsierte in der Post, dem ersten Haus am Platz an der Ulmerstraße, das Leben. Besucher gaben sich die Klinke in die Hand, Pferde wurden gewechselt und mit Hü und Hott machten sich die Postkutschen auf den oft beschwerlichen Weg. Später wurde das Gebäude zu einem Mittelpunkt gesellschaftlichen Lebens, als Kilian von Steiner es zu einem Gasthaus mit Tanzsaal umbauen ließ und hier zahlreiche Veranstaltungen stattfanden. Inzwischen ist es ruhig geworden in der Post. Sanierungs-  und modernisierungsbedürftig steht das Haus seit einigen Jahren verwaist. Ich freue mich daher sehr, dass sich eine Handvoll Laupheimer und Laupheimerinnen den Erhalt und die Neubelebung der Alten Post auf die Fahnen geschrieben haben.

Mit viel Einsatz und Elan haben sie Mitstreiter gesucht, nach ähnlichen Projekten geforscht und kräftig bei der Entrümpelung des Gebäudes mit angepackt. Inzwischen sind es 70 Mitglieder, die als Initiative „Laupheimer Bürgerpost“ auftreten und eine genossenschaftliche Nutzung des Anwesens anstreben.

Es ist beachtlich und bewundernswert, wie sich diese Initiative um den Erhalt des alten Gebäudes bemüht und verdient macht. Solch ein Unterfangen muss von langer Hand geplant sein. Und trotz der genauesten Planung kann es immer wieder Stolpersteine auf dem Weg geben.

Auf einem unebenen Weg ist es immer gut, wenn man jemanden zum Festhalten hat, falls man doch einmal strauchelt. Die Stadtverwaltung und auch der Gemeinderat werden der Initiative in Zukunft gerne zur Seite stehen und sie mit Rat und Tat unterstützen.

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Durchhaltevermögen, kreative Ideen und Lösungen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

 

Rainer Kapellen
Bürgermeister


Martin Gerster Bürgerpost

„Ein grandioses Projekt und eine fantastische Initiative, die ich aus voller Überzeugung unterstütze. Machen Sie mit – hier geht es darum, ein Stück Heimat, ein Stück Laupheim zu retten und zu bewahren!“

Martin Gerster, MdB (SPD)


Josef Rief Bürgerpost

„Das Gasthaus zur Post soll wieder Treffpunkt für die Laupheimer Bürgerschaft werden. Jahrhundertelang war dieses Gebäude ein zentraler Ort in dem Marktflecken. Das Wirtshaus zum Güldenen Hirsch, wie es ursprünglich hieß, gehörte zur Kleinlaupheimer Herrschaft.

Über 400 Jahre lang erlebte es die wechselvolle Geschichte Laupheims mit: die Teilung des Ortes in zwei Herrschaften, die daraus resultierenden Konflikte, der Übergang zum Königreich Württemberg, der wirtschaftliche Aufschwung, die Stadterhebung.

Dieses Zeugnis der wechselvollen und weit zurückreichenden Geschichte Laupheims gilt es vor dem Verfall zu bewahren.

Ich würde mich freuen, wenn dieses wertvolle Kleinod als lebendiges Denkmal für möglichst viele Menschen offen stehen und zugänglich gemacht werden könnte. Ich wünsche daher der Initiative „Bürgerpost Laupheim“ unter der Leitung von Prof. Hevert viel Erfolg!“

Josef Rief, MdB (CDU)


Anja Reinalter Bürgerpost

„Markante Bauwerke prägen das Bild einer Stadt und vermitteln Vertrautheit und Heimatgefühl. Wir in Laupheim haben leider nicht sehr viele schöne markante Gebäude aus der Zeit unserer Vorfahren. Obwohl häufig die Sensibilität und der Wunsch zur Erhaltung historischer Bausubstanz vorhanden ist, sprechen immer wieder wirtschaftliche Gründe für deren Abbruch und Beseitigung.

Umso erfreulicher ist es, dass sich eine Gruppe von Laupheimer Bürgerinnen und Bürger um Prof. Dr. Hevert zusammengefunden und sich die Erhaltung und Wiederbelebung des traditionsreichen ehemaligen Hotels ‚Post’ zum Ziel gesetzt hat, denn die „Post“ ist tatsächlich eines der letzten historischen Gebäude unserer Stadt mit dem sich die Laupheimer Bürger identifizieren können.

Wir von der Offenen Liste sind deshalb der Initiative ‚Bürgerpost’ sehr dankbar, dass sie sich dieser großen Aufgabe annimmt. Um dem Namen ‚Bürgerpost’ gerecht zu werden, bedarf es zwingend einer breiten Beteiligung der Bürgerschaft. Wir sagen schon heute unsere volle Unterstützung zu, denn die Idee durch bürgerschaftliche Eigenleistung ein ‚Wir-Gefühl’ zu erzeugen ist rundum positiv.“

Anja Reinalter, Offene Liste für Laupheim


Erwin Graf Bürgerpost

„Das Gasthaus ‚Zur Post’ wurde 1599 als ‚Güldener Hirsch’ erstmals urkundlich erwähnt, erhielt 1839 die Posthalterei und wurde ‚Zur Post’ umbenannt.1)

Das jahrhundertelange Bestehen des Gebäudes beinhaltet wechselnde Geschichten unserer Stadt Laupheim. Nicht nur Eigentümer-, sondern auch der Nutzungswechsel prägten das Haus.

Nepomuk Enderle kaufte das Gasthaus Hirsch 1839 von der Groß-Laupheimer Weldenfamilie. Sechs Jahre später wurde das Haus wieder an German Freudenreich verkauft. Der Geheimrat Dr. Kilian Steiner erwarb 1894 das Gebäude, ließ es abreißen und ersetzte es durch einen Neubau mit Saal, - das ‚Posthotel’ - das zu einer architektonischen Bereicherung der Stadt wurde. 1905 erwarb der Spediteur Josef Hermann das Gebäude.2)

Eine Vielzahl von unterschiedlichen Veranstaltungen fanden an diesem Ort statt. Aus verschiedenen Anzeigen ist zu entnehmen, dass viele Vereine sich in dem Haus trafen.3)

z. B.:
1.   Carneval-Verein
2.   Landwirtschaftlicher Bezirks-Verein
3.   Städtische Veranstaltungen
4.   Frauenverein für Krankenpflege in den Kolonien
5.   Turn-Verein Laupheim
6.   Stenografenvereine ‚Gabelsberger’ Oberschwaben               

Schöne und gemütliche Stunden in den Gasträumen und im lauschigen Biergarten verbrachten Bürger aus Laupheim und Gäste aus nah und fern.

Für uns Laupheimer ist es jetzt eine Herzensangelegenheit, den Erhalt des historischen Gebäudes zu bewahren. Wir streben dabei ein partnerschaftliches Verhältnis zwischen allen Bürgerinnen und Bürger an. Die Ideen und Wünsche vieler Menschen sollen im Mittelpunkt der Beratungen und Entscheidungen stehen. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten garantiert einen nachhaltigen Erfolg.

Die Gründung einer Genossenschaft, in der sich alle Bürger einbringen können, ist ein wertvolles Zeichen der Zusammengehörigkeit aller Laupheimer.

Mit der Verwirklichung der ‚Bürgerpost’ wird ein Traum in die Tat umgesetzt.“

Fraktion der Freien Wähler Laupheim
Erwin Graf, Fraktionsvorsitzender 

Literaturangaben:
1) LAUPHEIM – Tagebuch von August Schenzinger 1897 – 1916, Seite 116
2) Alt-Laupheimer Bilderbogen, S. 246, 247
3) LAUPHEIM – Tagebuch von August Schenzinger 1897 – 1916, Anzeige Seite 57, 61, 172, 312, 203, 384


Brigitte Schmidt Bürgerpost

Die ‚Bürgerpost’ in Laupheim – ein attraktives Projekt für die nahe Zukunft in unserer Stadt – verwirklicht durch eine alte, aber immer noch überzeugende Idee. 

Noch vor mehr als einem Jahr war man  auf dem Rathaus überzeugt, dass die  Stadt alleine nicht in der Lage ist, das Gebäude ‚Hotel Post’ zu erhalten und einer neuen Nutzung zuzuführen. Es stand zum Verkauf – kein ernst zu nehmender Käufer meldete sich. Die Sanierung würde Hunderttausende Euro verschlingen.  Als Alternative galt der Abbruch des markanten Gebäudes in der Ulmer Straße. 

Aber es kam – glücklicherweise – nicht so weit. Eine Bürgerinitiative meldete sich mit dem Vorschlag, als Genossenschaft das Gebäude zu sanieren und es mit einem neuen Konzept wieder zum Leben zu erwecken und zu einem attraktiven Treffpunkt in der Stadt zu machen.

Die Idee, mit einer Genossenschaft ein Projekt zu verwirklichen, das ein Einzelner nicht stemmen kann, ist gut 150 Jahre alt.

Die Grundgedanken wurzeln in den Prinzipien der Gemeinschaft, der Partizipation des Einzelnen, das Übernehmen von Verantwortung, aber auch in der Vielfalt der Tätigkeitsfelder.

In Laupheim haben wir nicht nur die Volksbank Laupheim, sondern auch die GWO, sowie seit zwei Jahren die Bürgerenergiegenossenschaft, die in ihrem Namen drei Dinge vereint:  

Bürger engagieren sich in einer Genossenschaft für die alternative, nachhaltige Energiegewinnung, die Verminderung der Schadstoffe, eine sauberere Umwelt.

Bei der Bürgerpost organisieren sich Bürger in einer Genossenschaft mit dem Ziel, ein historisches, für Laupheim nicht wegzudenkenden Gebäudes zu erhalten und zu sanieren und neu zu nutzen, nicht nur mit Gastronomie (wer vermisst nicht den alten Biergarten, die rauschenden Feste im oberen Saal?), sondern ganz sicher auch mit neuen Ideen und Vorschlägen einer vielfältigen Nutzung für uns Laupheimer, ob groß oder klein.

Die SPD-Fraktion wünscht der Genossenschaft Bürgerpost viele, viele von der Idee begeisterte ‚Genossen’ und ein glückliches Händchen bei der Verwirklichung dieser großartigen Idee.“

Brigitte Schmidt
SPD-Fraktion Laupheim


Claus Schmiedel Bürgerpost

„ ‚Wer an den Dingen der Stadt keinen Anteil nimmt, ist kein stiller, sondern ein schlechter Bürger’,

hat bereits der griechische Staatsmann Perikles vor rund 2500 Jahren gesagt. Ihn hätte der Bürgersinn der Laupheimer wahrlich gefreut, ist doch die Initiative ‚Bürgerpost Laupheim’ geradezu ein Paradebeispiel für bürgerschaftliches Engagement. Es zeigt, was alles erreicht werden kann, wenn Bürgerinnen und Bürger sich zusammenschließen und sich gemeinsam für ein Projekt, die Erhaltung des ehemaligen Hotels ‚Post’, stark machen.

Dieses Gebäude ist eines der schönsten Häuser in Laupheim, das die Identität der Stadt über viele Jahrzehnte geprägt hat. Ich freue mich daher außerordentlich, dass die Initiative ‚Bürgerpost Laupheim’ ins Leben gerufen wurde und nun das ehemalige Anwesen in Form einer Bürgergenossenschaft zu neuem Leben erweckt wird.

Den engagierten Bürgerinnen und Bürgern Laupheims danke ich für die Realisierung dieser tollen Initiative und wünsche Ihnen viel Erfolg. Ich hoffe, dass dieses Engagement auch in anderen Städten und Gemeinden Schule macht.”

Grußwort des Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion Baden-Württemberg,
Claus Schmiedel MdL zur Initiative „Bürgerpost Laupheim”


Dr. Christian Biffar Bürgerpost

„Mit seiner wechselvollen Geschichte ist das ‚Hotel Post’ eine feste Größe im Laupheimer Stadtbild und ein Spiegel der Stadtgeschichte der letzten 400 Jahre. Immer schon, war das Gebäude ein Ort der Öffentlichkeit, der Kommunikation und der Begegnung.

Es sind viele Laupheimer, die eine Erinnerung oder eine Geschichte erzählen können die mit dem Hotel Post verbunden ist. Familienfeiern, Hochzeitsgesellschaften, lieber Besuch der in der Post logierte, Kneipenerlebnisse oder  schöne Sommermomente im Biergarten. Teils selbst erlebt, teils bereits überliefert und damit verknüpft mit Erinnerungen auch an vorherige Generationen.

Und so nimmt es nicht wunder,  dass eine Initiative aus Bürgern entstanden ist, die dieses traditionelle und schöne historische Gebäude nicht aufgeben und einer drohenden austauschbaren architektonischen Gesichtslosigkeit opfern will.

Die Laupheimer Bürgerschaft bekennt sich zur eigenen Tradition. Mit der genossenschaftlichen Idee der Initiative ‚Bürgerpost’ bietet sich Allen die Möglichkeit einen Teil des historischen Stadtbildes zu bewahren, eigene Ideen und Vorstellungen für eine künftige Nutzung des ‚Hotel Post’ einzubringen und zu verwirklichen.

Der Erhalt des ‚Hotel Post’ ist ein richtiger und wichtiger Schritt die städteplanerischen Ziele der Stadt Laupheim anzugehen.  Als eine Keimzelle der Stadtgestaltung gelingt die Verknüpfung der unteren Mittelstraße und dem neu entstehenden Rupfareal mit den Ideen für die Neugestaltung des Rathauses und Marktplatzes. Sie setzt sich verbindend fort zum Schlosspark mit Schloss und unserem Kulturhaus.

Wir Laupheimer Bürger haben es damit in der Hand einen Innenstadtbereich zu schaffen, der Laupheim gerecht wird. Ein Stadtkern, der das Potential hat über die Stadtgrenzen hinaus die Attraktivität unserer Stadt zu zeigen und damit auch Einzelhandel, Gewerbe und unseren Wirtschaftstandort zu stärken.

Im Sommer unter den Bäumen vor der ‚Bürgerpost’ zu sitzen ... ein wenig aufgeregt, voller Vorfreude im oberen Saal zu einem Konzert, einer Feier oder einer Gala zu gehen .... Es gehört nicht allzu viel Phantasie dazu, sich das vorzustellen.

Ich bin sicher, gemeinsam schaffen wir es, mit der ‚Bürgerpost’ ein Zeichen bürgerlichen Gemeinsinnes zu setzen und ein Stück Laupheimer Seele beispielhaft zu bewahren.

Die Unterstützung der CDU – Fraktion ist der ‚Bürgerpost’ sicher.

Es ist noch ein langer Weg mit vielen Hindernissen. Träumen alleine hilft uns nicht. Es braucht den Mut und die Unterstützung der Bürger, um Hand in Hand mit der Stadt das Ziel zu erreichen.

Fangen wir es an – gemeinsam!”

Dr. Christian Biffar,
für die CDU Fraktion Laupheim


Jürgen Filius Bürgerpost

Wir hatten Besuch von der Fraktion der Grünen bei der Bürgerpost.

Der Landtagsabgeordnete Jürgen Filius, sowie die Landtagskandidaten Josef Weber und Robert Wiest interessierten sich für unseren Verein Bürgerpost. Wir bekamen viel Zuspruch für unsere Idee und unser Engagement.
Josef Weber erwähnte uns sogar auf seinem facebook-Account.
Für die Bürgerpost waren vertreten: Der 1. Vositzende Frank Hevert und Sabine Hevert, sowie die Vorstände Klaus Breitenfeld, Rudi Schlumberger und Thomas Haag.
Es freut uns den Zuspruch und auch die Zusagen von der Politik zu bekommen. Irgendwann brauchen wir diese Unterstützung. Dann wollen wir mal hoffen, dass sich die Damen und Herren auch an ihre Worte erinnern.

„Über das große bürgerschaftliche Engagement bin ich begeistert und unterstütze dieses nachhaltige Projekt.”

Jürgen Filius, MdL (die Grünen)